Barcamp Bonn 2016 (rr op jöck #2.16)

Das war das Barcamp Bonn 2016

Gespannt machte ich mich am Samstag zu einer für mich doch etwas ungewöhnlichen Zeit auf den Weg zur Museumsmeile Bonn zum Forum Internationale Wissenschaft Bonn zu meinem ersten Barcamp. Was ist überhaupt ein Barcamp? Bei der Ansammlung der Likes für meinen Facebook-Post à la „heute auf dem Barcamp in Bonn“ musste ich mich doch fragen, ob meine Freunde wohl alle genau wissen, was ein Barcamp ist…. oder womöglich schon an einigen teilgenommen haben? Zumindest ist dieses auch für Bonn erst das zweite Barcamp, also bin ich als Neuling wohl nicht allein.

 

Vor Ort angekommen wartete gleich die erste positive Überraschung – der „Café Roller“ vor der Tür, der den ganzen lieben langen Tag Kaffee in Massen und umsonst verteilte. Jackpot! Sicher sind der Kaffee-Flatrate so manche interessanten Gedankenströme zu verdanken… Einen Schritt durch die Tür und nach einer netten Begrüßung wartete gleich Überraschung Nummer zwei – eine vegane Frühstückstüte plus heiß begehrter WLAN-Code! Perfekter Start in den Tag.

 

Das Barcamp Bonn: Bonn neu denken #bcbn16

 

Dann ging es los. Unter dem Motto „Bonn neu denken“ startete das Barcamp Bonn nach der Vorstellung der Sponsoren, auch rheinland relations hat das Barcamp unterstützt, mit einer Vorstellungsrunde aller Teilnehmer. Jeder sollte zumindest seinen Namen und drei Hashtags nennen, die ihn oder sie beschreiben. Was sind denn meine Hashtags? Die Vorstellung verpasste dem Ganzen von Anfang an einen persönlichen Charme. Während meine Hashtag-Kreativität noch zu wünschen übrig ließ, kamen einige auf Labels wie #refugeeswelcome, #nevertrump und #trotzallemnochFC und sorgten für den ein oder anderen Schmunzler.

 

Die Teilnehmer entscheiden welche Sessions bei dem Barcamp auf der Tagesordnung stehen sollen

 

Dann ging es an die Vorstellungen der Sessions. Erstaunlich, bestimmt ein Drittel der Teilnehmer hatte eine eigene Session vorbereitet oder sich spontan dazu hinreißen lassen. So viele Menschen, die etwas zu erzählen hatten! Zum Schluss immer die Frage „Wer hat Interesse?“ und per Handzeichen wurde dann abgestimmt, welche Sessions es auf das Tagesordnungs-Board schaffen sollen. Von IT-Themen bis Online-Marketing oder Urlaub auf dem Hausboot, neue US-Serien oder Kaffee war (fast) alles dabei!

Meine erste Session trug den neugierig machenden Titel „Einfach mehr schaffen“. Wer möchte bitte nicht „einfach mehr schaffen“. Da gehöre ich auf jeden Fall dazu. Einige anregende Ideen habe ich hier auf jeden Fall mitgenommen. Ab sofort versuche ich mich immer zu fragen – warum mache ich eine Aufgabe? Ist sie wichtig oder unwichtig und dringend oder nicht dringend? So hat das wohl auch schon Eisenhower gemacht, kann also nicht so verkehrt sein. Auch nicht schlecht: Sich mal nicht nur eine Liste machen, mit den Aufgaben, die noch erst erledigt werden müssen, sondern auflisten, was man alles schon geschafft hat. Das macht auf jeden Fall zufriedener. Merk ich mir!

Meine nächste Session zu dem Thema „Wordpress Q & A“ startete um 12 Uhr und beantwortete viele Fragen zu WordPress, zum Beispiel wie kann ich meine Seite sicher machen? Die vorgeschlagenen Plugins für mehr Sicherheit kannte ich noch nicht und auch nicht die Info, dass Google bald Seiten mit Sicherheitszertifikaten bevorzugen wird.

Besonderen Anklang schien die Session der Bloggerin Pia Drießen „Mit Bloggen Geld verdienen“ gefunden zu haben – der Raum füllte und füllte sich und war am Ende sogar zu klein. Der Titel war aber auch wirklich griffig. Pia sprach über ihren Blog „daily-pia.de“, über ihre Einnahmequellen und die wichtigsten Regeln beim Bloggen. Ganz vorne mit dabei: Bleib authentisch, blogge regelmäßig und verkaufe dich nie unter Wert.

 

Zwischendurch wurde fleißig getwittert:

© Barcamp Bonn

Von Snapchat bis Youtube Marketing

 

Eins der Highlights meines Tages beim Barcamp Bonn – die Session zum Messaging-Dienst Snapchat, der mich und meinen Chef Christian Windeck dazu verleitet hat hin und her zu snapchatten und am Schluss meinen Akku endgültig getötet hat. Eine großartige Sache, die ich vorher gar nicht für mich wahrgenommen habe und nur durch das Barcamp auf die Idee gekommen bin. Ohne Schnickschnack setzt die App auf das Wichtigste. Weil die Inhalte kurze Zeit später gelöscht werden – sie können vom Empfänger nur einmal angesehen werden und auch in der persönlichen „Geschichte“ halten sie nur 24 Stunden – ist es irgendwie persönlicher als andere Netzwerke. Probiert es einmal aus!

Zum Abschluss habe ich mir noch die Session zu Youtube Marketing von „David“ von Frog Motion angesehen und gelernt, dass es viel mehr Sinn macht in die Marke zu investieren, anstatt ein Produkt anzupreisen. Und schon gewusst, dass auch der Ton eines Youtube Videos wichtig für das Ranking ist? David hat viele Ratschläge gegeben – etwa ist es wie immer auch beim Youtuben wichtig, leidenschaftlich und authentisch zu sein. Wer mit Youtube erfolgreich sein will, sollte sich die Frage nach dem Mehrwert seiner Videos stellen. Richtiger Ansatz, finde ich.

Das war mein Barcamp Bonn 2016. Ich konnte neue Ideen und Inspirationen sammeln und mich mit anderen austauschen.

Danke besonders an die Organisatoren Johannes Mirus, Sascha Förster und Karin Krubeck für das Erkennen des Potenzials, das die Vernetzung von Menschen mit unterschiedlichsten Talenten birgt.

Nächstes Jahr unbedingt wieder! Vielleicht dann mit einer eigenen Session zu Positionierung.

Ansprechpartner:

Julia Dervenich

Tel.: (0228) 299 753 13
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