#hrcko – Auf dem HR-Barcamp in Koblenz

Sara, Christian und Julia auf dem HR Camp in Koblenz

Koblenz hat gefühlt ziemlich viele spiralförmige, parallel verlaufende Auf- und Abfahrten. Verpasst man die richtige Abfahrt, weil man zum Beispiel einen spannenden Unternehmensslogan brainstormt, steht man ziemlich schnell und ziemlich ratlos in einem formidablen Stau. Mit ein paar Minuten Verspätung kamen wir aber dennoch pünktlich zum Frühstück bei der IHK in Koblenz an, die zum ersten HR Camp Koblenz (#hrcko) eingeladen hatten. Mit drei Mitarbeiter/innen waren wir angereist.

Ab zum HR Camp: Aber warum zu Dritt und warum überhaupt?

Unsere Agentur betreut zahlreiche mittelständische Auftraggeber in den Bereichen Employer Branding und Personalmarketing. Wenn wir also zum imaginären Gegenwert von drei Manntagen ausrücken, erwarten wir uns natürlich einen Mehrwert. Allerdings liegt dieser ausdrücklich nicht im vertrieblichen Bereich. Die Maßgabe war: Zuhören, Personaler verstehen und die eigenen Insights teilen. Für uns ist es wichtig auch außerhalb unseres Kundenkreises Stimmungen, Probleme, Wünsche und Lösungsansätze einzufangen. Das hilft uns dabei neue Ideen und Konzepte zu entwickeln, um unsere Kunden schlussendlich bestmöglich zu beraten. Und weil diese Aufgabe bei uns nicht nur auf zwei Schultern ruht, haben wir sechs davon mitgebracht.

Best Practice: Erfahrungen mitnehmen, Erfahrungen teilen.

Wer nimmt, sollte allerdings auch geben – sonst funktionieren Barcamps nicht. Daher halten wir auch mit unseren Erfahrungen nicht hinter dem Berg. So brachten wir uns unter anderem in der Session „Mythos Fachkräftemangel“ ein und berichteten über die Initiative bonn-rhein-sieg-fairbindet, die Unternehmen dabei unterstützt Menschen mit einer Behinderung in ihren Betrieb zu integrieren – und zwar mit einem Mehrwert für alle Seiten. Für die Mitarbeiter, die eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten und dabei permanent unterstützt und begleitet werden. Für die Arbeitgeber, weil sie vielleicht nicht die eierlegende Wollmilch-Fachkraft gewinnen, durch die Menschen mit Behinderung aber Nischenarbeitsplätze besetzen, die ihre Fachkräfte dauerhaft wirkungsvoll entlasten. Ganz zu schweigen von dem in der Regel zu beobachtenden besseren Betriebsklima und dem Signal, dass sie damit in die eigene, in der Regel älter werdende Belegschaft senden.

 

Recruitingvideos… und Whatsapp im Bewerbungsprozess

Spannend war auch die Session unserer Ex-Mitarbeiterin Maren Kaspers. Sie hatte eine Präsentation zum Thema Recruitingvideos vorbereitet. Unser Senf zu diesem Thema bestand vor allem darin über unsere Erfahrungen mit Bewerbungsvideos zu berichten – also nicht den Filmen der Unternehmen, sondern kurzen Videoclips, mit denen sich Kandidaten bei Unternehmen bewerben. Unsere letzten beiden „Neuzugänge“ hatten sich auf diesem Weg bei uns beworben und nicht nur deshalb sind unsere Erfahrungen diesbezüglich durchweg positiv. Maren hat unseren Geschäftsführer Christian hierzu im Anschluss an ihre Session für ihren Team HR-Blog interviewt:

Unser Fazit zum HR Camp Koblenz:

Das Barcamp war sehr gut durch die IHK organisiert, die Räumlichkeiten super, die Verpflegung auch – lediglich dem Frühstück würde eine vegane Ergänzung gut tun. Die Vorstellungsrunde der rund 120 Teilnehmer geriet durch die drei abgefragten Vorstellungs-Hashtags vielleicht etwas lang. Thematisch stand natürlich das Thema Recruiting im Vordergrund, aber auch Sessions zu HR-Strategie oder Employee Advocacy waren gut besucht.

Ein Königreich für einen Stuhlkreis

Ein aus unserer Sicht wichtiger Verbesserungsvorschlag, auch wenn es sich nebensächlich anhören mag, betrifft die Sitzordnung in den Sessionsälen. Sie waren bestuhlt (und betischt) wie man es aus Schulklassen kennt. Unser Vorschlag: Tische komplett raus und Stuhlkreise bilden. Das würde die Erwartungshaltung an die Sessionleitung verändern, die heute zuweilen fast automatisch in die Lehrer- bzw. Vortragendenrolle verfallen sind und die Teilnehmer dazu animieren, sich noch stärker einzubringen. So zumindest unsere bisherigen Barcamp-Erfahrungen.

Auf der Feedback-Wand, auf der Lob und Verbesserungsvorschläge notiert werden konnten, fand sich derweil der Hinweis „Keine Berater als Sessionleiter zulassen“. Uns ist zwar nichts „Verwerfliches“ aufgefallen, aber wir haben uns so etwas schon gedacht, als sich bei der Vorstellung dutzende Teilnehmer als Berater und Coaches „geoutet“ hatten. Nun sind wir auch Berater. Eine Session gehalten haben wir nicht – vielleicht nächstes Jahr. Aber unabhängig davon glauben wir auch nicht, dass es eine Job- sondern eine Haltungsfrage ist, wie man bei solchen Veranstaltungen auftritt. Wie oben beschrieben, sollte es das Ziel aller Barcamp-Teilnehmer sein, nicht etwa neue Kunden, sondern neue Ideen von einem Barcamp mit an den eigenen Schreibtisch zu nehmen.

In diesem Sinne: Vielen Dank für einen spannenden Austausch und eine sehr gut organisierte Veranstaltung der IHK Koblenz, die damit auf jeden Fall einen guten Verwendungsnachweis für die Unternehmensabgaben erbracht hat.

Website des HR Camp Koblenz

Ansprechpartner:

Christian Windeck

Tel.: (0228) 299 753 0
E-mail
Sessionplanung #hrcko

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.  Mehr Infos